Kategorie: Angis Daddelecke

  • Black Jacket kombiniert Karten und Strategie perfekt

    Anfangs sah Black Jacket für mich einfach wie ein weiteres Kartenspiel aus. Ein paar Runden Black Jack, ein bisschen Strategie und fertig. Zumindest dachte ich mir das sp. Nach den ersten Durchläufen wurde mir aber mehr als nur klar, dass hier deutlich mehr dahinter steckt.

    Jede Runde fühlt sich wie ein kleiner Kampf gegen das Chaos an. Man verbessert sein Deck, sammelt Artefakte und versucht ständig, die besten Kombinationen zu finden. Besonders spannend finde ich, wie sich die Karten gegenseitig beeinflussen. Da steckt viel mehr Taktik drin als man zuerst glaubt.

    Denn die eigentliche Stärke des Spiels liegt für mich im Lernen. Anfangs verliert man dauernd. Ich jedenfalls. Aber nach und nach versteht man die Mechaniken und plötzlich ergeben Entscheidungen Sinn, die vorher völlig zufällig wirkten.

    Black Jacket ist alles andere als ein entspanntes Feierabendspiel. Es fordert Konzentration und manchmal auch Geduld. Aber ja, genau das macht den Reiz aus.

    Ich werde auf jeden Fall noch viele Runden spielen. Die Gefahr dabei ist allerdings real. Dieses Spiel entwickelt einen Sog, der schwer zu ignorieren ist. Das coole ist auch, dass es in Österreich hergestellt wurde. Vom Wiener Entwicklerstudio Mi’pu’mi! Wow! So unterstützt man das 3x so gerne natürlich. Hat’s sonst wer schon ausprobiert?

  • Mai 2026?! Rockstars hat mir den Tag richtig versaut!

    Ich geb’s offen zu. Ich hab mir den Release von GTA VI in meinem iCal Kalender markiert, als wär’s mein Geburtstag. Rot eingekringelt, mit dicken Ausrufezeichen. Eingekringelt im metaphorischen Sinn natürlich. Es war der Lichtblick am Horizont eines tristen Alltags. Ich weiss, ist traurig, aber tut jetzt auch nicht zur Sache. Und jetzt? Jetzt wurde genau dieser Tag einfach ausgelöscht. Rockstar Games hat verkündet, dass der Release auf Mai 2026 verschoben wird. Und ja, das hat mir ehrlich gesagt den Tag versaut.

    Vielleicht klingt das übertrieben. Ist ja „nur“ ein Spiel. Aber es ist nicht nur ein Spiel. Es ist das nächste Kapitel einer Serie, die mich seit meiner Jugend begleitet. Seit GTA III hat mich jeder Teil durch irgendeine Lebensphase getragen. Ich hab mit Trevor Chaos verursacht, bin mit CJ Fahrrad gefahren und hab mit Niko mehr über Freundschaft gelernt als mir lieb war. Es war mehr als Unterhaltung. Es war Eskapismus. Und GTA VI war der nächste große Ausbruch aus dem Alltag.

    Die Verschiebung fühlt sich an wie eine verpasste Gelegenheit. Wieder einmal. Genau wie damals bei Red Dead Redemption 2. Ich will gar nicht undankbar klingen, ich versteh ja den Anspruch von Rockstar. Qualität braucht Zeit. Aber irgendwann wird’s schwierig, sich immer wieder zu vertrösten.

    Ich frage mich auch: Wird das Spiel dann überhaupt noch den Erwartungen gerecht? Oder haben wir uns so hineingesteigert, dass jede reale Umsetzung scheitern muss? Vielleicht ist das die eigentliche Enttäuschung, nicht die Wartezeit, sondern die Angst, dass am Ende nichts dieses Bild erfüllen kann, das sich über Jahre im Kopf aufgebaut hat.

    Und trotzdem. Ich weiß, ich werde es kaufen. Natürlich. Ich werde mich wieder verlieren in dieser Welt, wie jedes Mal. Und ja, ich werde wieder hoffen. Weil irgendwo in mir noch dieser 14-Jährige sitzt, der nicht genug kriegen konnte von dieser verrückten, überdrehten Welt namens GTA.

    Vielleicht ist es gar nicht das Spiel, das fehlt. Vielleicht fehlt uns einfach etwas, worauf wir uns freuen können. Und GTA VI war genau das.